Chao | Öl auf Leinwand | 2012
Adelso Bausdorf

Die Zeitgenösischekunst?

Viele Menschen verzichten, um ihre Meinung zu äußern völlig unbewaffnet zu „verstehen“ die Zeitgenösischekunst.


Sie besuchen Öffnungen von Ausstellungen in Museen und Galerien, Sie halten sich an Protokoll, machen eine kurze runde vor der Wänden, Sie schauen die Bildern schnell wie möglich, weil anderen hinter sich gibt, die die Protokoll auch erfüllen müssen, zur nächst kommt die Erfrischungsgetränk, Süßigkeiten und etwas zu knabbern, ohne zu versuchen, das Beste von dieser Aktivität die „genießen“ und „verstehen“ sein sollte.
Das traurige dieses Geschichte ist, dass die Leute nicht Orientierung suchen oder sich darüber Informieren oder an Experten sich zu winden, und das! weil Sie nicht als ignoranten darstellen wollen.

Es gibt vielen Personen die durcheinander sind, ich sage nicht das die Mehrheit sind, die die über eine unwahrscheinlicher Kunst-Krisis reden, damals hat mir ein Fremder gesagt: „ich finde die die neue Kunst „Moderner-Kunst“ so ein Blödsinn ist“.(Traurig, Traurig)

Die Frustration beginnt, wenn jemand vor einem Bild steht und hat vor, etwas über den Ausstellung zu hören oder auch lässt sich von den anderen Kritiken ausführen, dennoch genießt es nicht, die Gefühlen , die Bilder in sich zu verstehen…

Nicht wenige Menschen, die sich eigentlich ein Bild von der zeitgenössischen Kunst machen wollen, verpassen die Gelegenheit, ihr offen und unvoreingenommen zu begegnen.

Wenn sie Ausstellungseröffnungen in Galerien und Museen besuchen, scheint es, als gäbe es eine Art Protokoll, an das sie sich halten müssen. Es scheint sie zu drängen, nur eine schnelle Runde zu machen und nur einen kurzen Blick auf die Bilder zu werfen, damit die Anderen, die nach ihnen kommen, dasselbe machen können.
Kleine Snacks und Erfrischungsgetränke laden zu einer raschen Rückkehr von diesem Ausflug ein – und verloren ist die Gelegenheit für den ersten und intensiven Eindruck, für den es keine zweite Chance gibt.

Besonders traurig stimmt mich die Tatsache, dass viele gerade bei der Eröffnungsveranstaltung keine Fragen stellen, wenn sie etwas unverständlich finden. Denn selten trifft man Künstler und Experten so zahlreich an einem Ort versammelt. Wie viele davon würden sich über ein Gespräch und über ernste Fragen so viel mehr freuen als über anerkennenden Smalltalk.

Ist es die Angst, sich als Kunst-Unverständiger zu offenbaren?

Nicht wenige Menschen sprechen von einer Krise der neuen Kunst, und manche sprechen es ganz offen aus, dass sie die „moderne Kunst“ für einen großen Unsinn halten.

 

Es mag frustrierend sein, wenn man vor einem Bild steht, zunächst irritiert, wie das „gedacht“ ist oder was das sagen soll. Und so beginnt man vielleicht, den Stimmen der Kritiker oder anderer Gäste zu lauschen, um besser „verstehen“ zu können.

Doch geht es wirklich darum, zu „verstehen“? Hat nicht jedoch jede und jeder von uns die Gabe, Bilder intuitiv auf sich wirken zu lassen, sich ihnen frei und „unbewaffnet“ zu öffnen, um zu spüren, was dann geschieht?

Ob es abstrakte Kunst ist, surrealistische oder impressionistische – die Ausstellung ist vielleicht das kostbarste, das wichtigste Moment der Kunstbegegnung, weil es „das erste Mal“ ist. Und wohl selten wird es wieder eine solche intime Gelegenheit geben, sich der persönlichen Perspektive eines Künstlers so anzunähern.

Die Kunst der letzten 150 Jahre hat viele Veränderungen erlebt, besonders im Zeitraum von den 60er bis 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, dem Zeitraum, in dem sich die Kunst von der Moderne zur Postmoderne gewandelt hat.

Auch in der Musik gibt es dieses Phänomen: Sebst wenn Luciano Pavarotti und Michael Jackson beide einzigartige Künstler sind, so ist es doch unmöglich, beide zu vergleichen.

Nehmen wir zum Vergleich die Musik: Obwohl Luciano Pavarotti und Michael Jackson beides einzigartige Künstler sind, so ist es doch unmöglich, sie miteiander zu vergleichen. Selbst wenn man hier ein Urteil fällen könnte: wie rechtfertigte sich dann die Folge, dass man einer ganzen Generation ihren Ausdruck nimmt und die Welt um eine Klangfarbe ärmer macht?

Selbst die Programmmusik in der Klassik versucht bespielsweise nicht, das Meer selbst – seine Wellen und das Spiel derselben mit dem Wind – zu imitieren; vielmehr übersetzt sie wie alle Künste die geschauten und gefühlten Bilder in die Sprache der Kunst.

So ist auch jedes Abstraktum in der Bildenden Kunst keine (möglichst realistische) Imitation des Geschauten, sondern dessen Inbild, das der Künstler den Menschen darbietet.
Jede Form, die wir betrachten, wird in unserer Betrachtung, unserer Fantasie zu etwas Neuem – eine objektive Form gibt es nicht.

Warum die Formen im Surrealismus hervorgehoben und zurückgenommen sind, so dass sie „verformt“ aussehen wie ein zu dicker Kopf oder zu kurze Beine, ist Ausdruck einer Absicht, einer „anderen Sicht“. Sie zeigt uns Aspekte von Formen, die uns auf den ersten Blick verborgen sein mögen.

Und doch können wir sie schauen, weil es Menschen gibt, die „diesen anderen Blick“ haben. Menschen, die über die Einzigartigkeit jeder Form nur staunen können, von ihr angezogen werden und nicht damit aufhören können, das in ihr verborgene Geheimnis ans Licht zu holen, damit auch Andere an diesem Staunen teilhaben können. (Entschuldige, ich habe leider zu interpretieren begonnen … 😦

In diesem Schenken ist die Kunst immer großzügig gewesen und wird es auch immer bleiben. Als Gabe, die uns verliehen wurde, kann sie niemals in die Krise kommen – sie ist unvergänglich, wie das Gold, das in unserer Erde steckt.

Niemals sollen die Kunstmärkte darüber entscheiden, was gute Kunst ist und was schlecht. Denn auf ihnen spielen andere Interessen die Hauptrolle.

Für mich ist Kunst mehr als „ein Luxus“, mehr als ein verkäufliches Objekt: sie ist Teil meines Lebens und ein Stück der Geschichte, die ich in mir trage.

Und so möge es auch in unserer Hand bleiben, uns ein eigenes Bild von ihr zu machen. Denn wir blicken durch das innerste Wesen des Künstlers in unser eigenes Innerstes und damit ins Herz aller Dinge.

Portrait | Öl auf Papier | 2014

Portrait | Öl auf Papier | 2014

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2 Gedanken zu “Die Zeitgenösischekunst?

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